Roadtrippin‘ Video #3

Endlich, endlich, endlich.

Passend zum momentanen Kuschelwetter und dem Beginn der Weihnachtszeit habe ich endlich mein Video vom Roadtrip mit Ida fertig bekommen.

Gerade der Unfall vor zwei Wochen hat mich etwas aus der Bahn geworfen, weshalb ich nun, später als erhofft, das Video hochgeladen habe.

Ich hoffe schöne Eindrücke eingefangen zu haben, um euch einen weiteren Einblick in meine Zeit hier in Portugal zu geben.

Und spätestens weil ich letzte Wochen zum zweiten Mal in Porto war MUSSTE das Video endlich mal online.

Viel Spaß beim Anschauen!

 

 

 

 

 

 

 

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A primeira semana

Olá,

die erste Woche ist rum, die ersten Eindrücke sind gesammelt und ich bin dabei mich Hals über Kopf zu verlieben – in Lissabon. Die Stadt macht es einem wirklich nicht schwer, aber es fällt mir schwer das in Worte zu fassen. Genau aus diesem Grund bin ich auch fleißig am Videos schneiden. Trotzdem möchte ich auch hier regelmäßig ein kleines Update, wie es mir geht und was ich so mache, geben. Im Video wollt ihr ja keine langweiligen Fakten hören, sondern sehen, wovon ich hier schreibe.

Nach sehr wenig Schlaf haben Marc und ich uns auf den Weg zum Flughafen gemacht um 4 Uhr morgens. Kurz vorher gab es noch mal einen kleinen Schockmoment, da meine Koffer insgesamt 6 kg zu schwer waren – hoppla. Auf die Schnelle wurden wild Sachen rausgeschmissen und am Ende hatte ich nur noch 1,2 kg zu viel, die der nette Herr am Schalter hat durchgehen lassen. Fünf Stunden später waren wir schon da und haben uns erst mal dazu entschieden einen Kaffee zu trinken. In unser Apartment konnten wir leider erst um 12 Uhr, weshalb wir noch etwas Zeit killen mussten (mit drei Koffern und zwei Taschen ist es nicht spaßig irgendwas zu unternehmen).

Um 11 haben wir uns dann langsam auf den Weg gemacht. Abenteuer Metro haben wir gemeistert. Das ist hier wirklich alles super easy und vergleichsweise günstig. Man kauft sich eine Karte für 50 Cent, läd diese auf und los geht’s. Eine Fahrt kostet ca. 1,20€ egal wie weit man fährt. Nicht ganz so easy war es dann die „Berge“ in Lissabon zu erklimmen. Ich erinnere an die drei Koffer! Ich war froh nicht alleine zu sein und Marc hat sich in diesem Moment wohl eher gewünscht schon in China zu sein. Unser Zimmer hatten wir über Airbnb gebucht und das war wieder mal die beste Entscheidung. Zuerst wurden wir von einem Freund der Besitzer empfangen, Paulo, der sofort super nett und hilfsbereit war. Zwei Tage später war dann auch Alex Zuhause. Er arbeitet momentan als freiberuflicher Designer (ach was!) in London und ist nicht oft in Lissabon. Wir hatten aber das Glück ihn kennen lernen zu dürfen.

Man lernt eine Stadt einfach ganz anders kennen, wenn man mit Einheimischen zusammen lebt. Wir haben Tipps bekommen, wurden mit an den Strand genommen und hatten viele lustige und interessante Gespräche. Ich habe aber irgendwie auch ein besonderes Händchen dafür immer an die richtigen Leute zu gelangen bei Airbnb. Das hat meinen Start in Lissabon so viel einfacher gemacht!

Nach der Ankunft und einem kleinen Mittagsschlaf sind wir dann auf Entdeckungstour gegangen. Die ersten Eindrücke waren gut, aber aufgepasst
– wie rutschig ist denn bitte das verdammte Kopfsteinpflaster hier?

Die nächsten Tage waren geprägt von der Wohnungssuche – schließlich bin ich ab 31.08 alleine und muss bis dahin ein Zimmer gefunden haben, sonst bin ich obdachlos. Aber wo? Wie viel darf es kosten? Möchte ich in einer großen WG wohnen? Was habe ich mir eigentlich vorgestellt? Das sind alles Dinge, mit denen ich mich in den letzten Wochen noch nicht beschäftigen konnte. Grundsätzlich war es aber gut, dass ich keine zu genaue Vorstellung hatte. Das macht alles nur schwieriger.

Bevor ich aber jetzt zu weit in die Gegenwart springe, möchte ich noch mal zurück und ein paar erste Eindrücke zusammenfassen.

Castelo

Marc Brunnen

An dieser Stelle möchte ich mich auch noch mal herzlich bei Namics bedanken.

Die Wine & Foodtasting Tour war eine super Idee. Wir hatten einen tollen Nachmittag mit vier Schwedinnen und unserem Tourführer, der auch noch Student ist. Insgesamt waren wir an fünf unterschiedlichen Stationen und jedes Mal wurde getrunken und gegessen. Schon nach der zweiten Station kam etwas Sorge in mir auf, wie ich den Abend überleben soll, haha. Die Pausen und das Essen halfen aber
bei gefühlten 40 Grad (das war der heißeste Tag bisher) nicht aus den Latschen zu kippen.

Macht euch selbst ein Bild davon:

Baccelau

Vinho Verde und Pastéis de Bacalhau (Fischkuchen) Klingt wirklich ekliger als es ist!

Portwein

Portwein und Käse mit Quitte irgendwas.
Genau verstanden haben wir es nicht.

IMG_5251

Sehr guter Weißwein, Schinken und Käse

A Ginjinha

Ginjinha. Was ist das? Gute Frage! Ein Likör, der aus Kirschen hergestellt wird. Ist eine sehr alte (150 Jahre) Tradition in Lissabon und wurde früher als „Medizin“ verkauft. Mittlerweile ist es so berühmt, dass sehr viele Leute immer hierher kommen, wenn sie in Lissabon sind. Man kann es mit und ohne Kirschen bestellen. Im Video könnt ihr live dabei sein, wie ich probiere.

Bei der letzten Station habe ich dann wohl vergessen ein Bild zu machen. Ooopsie.

Mehr Impressionen:

Tram_28_s

Die berühmte Tram und im Hintergrund sieht man schon den Tejo

Inside Tram

IN der Tram. Das ist DIE Touristenattraktion. In dem Moment war sie noch leer, aber zwei Minuten später komplett voll. Sie hält ungefähr alle 10 Meter und man legt in der gleichen Zeit die Strecke zwei Mal zu Fuß zurück. Allerdings kann ich  auch sagen, dass einem nach einer Woche laufen ganz schön die Waden spannen ;). Vielleicht hätten wir doch öfter die Tram nehmen soll. Ich liebe es bergauf zu laufen und durch die ganzen schmalen Gassen zu schlendern. Ich bin hier richtig!

Muster

Smile Lena

Castel

Soccer

Im Stadion waren wir auch. Ist nicht das erste Stadion, das ich von innen gesehen sah, aber das erste Spiel. War definitiv ein Erlebnis und die Portugiesen sind mit so viel Herzblut dabei.

Fahne

So viel Charme, gutes Essen, nette Leute, tolle Aussichten, Meer, Sonne und vieles mehr – ich bin begeistert und freue mich unglaublich auf die kommenden Monate. Amerika war damals schon eine sehr gute Idee, aber das jetzt – perfekt. Genau das, was ich brauche und ich freue mich auf alle Herausforderungen, die mir bevorstehen. Vor allem vor der Sprache habe ich großen Respekt. Ich komme hier mit meinem Englisch super zurecht (das zum Thema Amerika war eine sehr gute Idee), aber ich will auch Portugiesisch lernen. Grundsteine dafür sind gesetzt und meine liebe Mitbewohnerin wird mir bestimmt helfen, aber man versteht einfach GAR NIX. Wie hat es Alex so schön gesagt:

„We love to eat in Portugal. We even eat our letters.“
Wir lieben Essen in Portugal und „essen“ (verschlucken) sogar unsere Buchstaben.