Flying home for christmas…

Morgen geht es für mich schon in Richtung Heimat um Weihnachten mit meinen Liebsten zu verbringen. Der Rückflug steht schon sehr lange, weil ich ihn mit dem Hinflug zusammen gebucht habe.

Die Vorweihnachtszeit ist bisher sehr schön. Ich bin sowieso ein Fan von allem, was mit Weihnachten zutun hat. Plätzchen backen, Geschenke kaufen (ich liebe, liebe, liebe es), dekorieren, Glühwein oder heißen Orangensaft trinken und sich auf einen Abend mit der Familie freuen. Der „Mercardo Natal“ (Weihnachtsmarkt) konnte uns hier allerdings nicht so überzeugen, auch wenn es „Glühwein“ (ja, das stand da genau so auf deutsch) gab. Bei 15 Grad kommt man einfach nicht so in Stimmung und Merry Christmas im Hintergrund zu hören macht die Sache irgendwie noch skurriler.

Dieses Jahr ist Weihnachten was ganz besonderes, weil wir im neuen Haus von meinem Bruder feiern. Es wird ganz entspannt (für Stefan auch, wenn er die Gans bezwungen hat). Wir Wichteln und werden uns somit den vorweihnachtlichen Stress etwas minimieren, den viele durch das Kaufen von Geschenke verspüren. Ich werde meine Kreativität wohl kompensiert auslassen müssen – vielleicht wird es den ein oder anderen freuen. Aber ich konnte es trotzdem nicht lassen 10201003 Sachen aus Lissabon mitzubringen. Übergepäck ich komme!

Ich freue mich nach vier Monate alle wieder in die Arme schließen zu können und vor allem auf mein Patenkind, das mittlerweile bestimmt schon riesig geworden ist. Der kleine Butz wurde nämlich drei Tage bevor ich geflogen bin geboren. An Babies sieht man immer ziemlich krass, was Zeit eigentlich bedeutet.

Egal wie schön es hier ist und wie sehr ich mich in Lissabon zu Hause fühle – home is where the heart is und das ist bei mir definitiv sehr stark in Hessen lokalisiert.

2009 war ich an Weihnachten ganz alleine in Amerika. Auf die Spitze hat es damals an Heiligabend noch ein Schneesturm getrieben, durch welchen ich bei einer Freundin, die mit der ganzen Familie zu Opa und Oma fuhr, ganz alleine saß und eingeschneit war. Es war eine Erfahrung! Ich erinnere mich wirklich noch sehr genau an diesen Tag. Da wurde ich auf einmal und ganz ungefragt zu einem großen Mädchen das nicht mal geweint hat!

Nach dieser kleinen Anekdote zurück zum Thema. Ich war schon immer ein Familienmensch, bin aber auch vom Fernweh getrieben. Ich glaube das ist einfach ein Virus den man, einmal damit infiziert, nicht mehr los wird. Ich finde es besonders schön, dass manche Dinge im Leben, die so selbstverständlich scheinen, durch den Abstand wieder so besonders werden. Man bekommt einen anderen Blick und genau deshalb ist meine Vorfreude auf Weihnachten dieses Jahr so groß wie schon lange nicht mehr.

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Und mit diesem passenden Bild wünsche ich euch noch eine schöne Vorweihnachtszeit. Lasst euch nicht stressen und nehmt euch ab und zu auch einfach mal Zeit für euch. Sammelt euch, lasst euch treiben und genießt den Moment. Das Leben ist so wunderbar und unser Alltag schafft es leider immer wieder uns das nicht begreifen zu lassen!

Also Deutschland. Wir sehen uns morgen. Ich wünsche mir Schnee, Sonne und freue mich auf die Heizungen in Deutschland, die sucht man hier leider vergebens.

 

 

 

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