Roadtrippin‘ Video #3

Endlich, endlich, endlich.

Passend zum momentanen Kuschelwetter und dem Beginn der Weihnachtszeit habe ich endlich mein Video vom Roadtrip mit Ida fertig bekommen.

Gerade der Unfall vor zwei Wochen hat mich etwas aus der Bahn geworfen, weshalb ich nun, später als erhofft, das Video hochgeladen habe.

Ich hoffe schöne Eindrücke eingefangen zu haben, um euch einen weiteren Einblick in meine Zeit hier in Portugal zu geben.

Und spätestens weil ich letzte Wochen zum zweiten Mal in Porto war MUSSTE das Video endlich mal online.

Viel Spaß beim Anschauen!

 

 

 

 

 

 

 

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Ich hab‘ Besuch

Am 7.10.2015 sind meine Eltern in Lissabon angekommen um mich für 10 Tage zu besuchen. Das Wetter hat es leider nicht so gut mit ihnen gemeint und nach zwei sonnigen Tagen hat es drei Tage lang geregnet. Aber auch diese drei Tage haben wir genutzt. Wie, werdet ihr noch zu sehen bekommen!

Blöderweise hat es mich dann auch noch erwischt und ich wurde am Samstag urplötzlich krank. Es fing an mit einer laufenden Nase und am Sonntag lag ich dann flach. So schnell wie die Erkältung kam, wurde sie dann aber auch wieder besser. Zumindest so, dass ich noch ein paar Sachen mit meinen Eltern unternehmen konnte.

Wir haben es uns leicht gemacht und ab Dienstag ein Auto gemietet (Auto mieten in Lissabon 2.0). Diesmal kein Up, sondern „meinen“ geliebten Opel Corsa, den ich auch in Deutschland fahre. Damit sind wir am Mittwoch dann zuerst zum westlichsten Punkt Europas Cabo da Roca und dann weiter zum Praia do Gincho. Der Wettergott hat sich erbarmt und wundervolle 24 Grad und Sonnenschein hergezaubert.

Capo da Roca

Cabo da Roca

Gunicho

Guincho

Ich war wirklich überrascht und die Natur hat mich mal wieder umgehauen. Beide Orte hatte ich auf meiner Tour mit Ida noch nicht angefahren. Aber man muss sich ja auch immer mal etwas aufheben. Wow. Einfach nur atemberaubend schön

Abends ging es dann weiter nach Cascais um Sardinen zu essen.
Mit Ida war ich schon mal dort (haha, dieser Abend).

Cascais

Nachtisch gab es dann noch im Nut‘. Crêpes mit Nutella und Banane. Möchte Nutella eigentlich langsam mal eine Kooperation mit mir starten? Ich mache hier schon zum wiederholten Mal Schleichwerbung.

Crepe

Ich werde fleißig weiter die kulinarischen Spezialitäten von Lissabon testen und versuchen mir ein Bild zu machen um am Ende meines Auslandssemesters dann ganz professionell meine Highlights vorzustellen. Vielleicht war der ein oder andere noch nie in Lissabon (Portugal) und ist für ein paar Tipps dankbar. Und wer schon mal hier war bekommt vielleicht Lust wiederzukommen.

Neuer Tag, neue Erlebnisse.

Torre de Belem

Ich dachte mir „das könnte knapp werden“ und im nächsten Moment hatte ich nasse Füße. Das im Hintergrund ist übrigens der Torre de Belém.

Pasteis

Die berühmten Pasteis de Belém mussten wir auch probieren. Dort gehen täglich ca. 20.000 Törtchen über den Tisch. Mehl, Zucker, Eier, Butter, Milch. Mehr ist es nicht, aber es schmeckt so gut.

Zum Schluss sind wir noch über die Ponte 25 de Abril gefahren um eine Abstecher beim Christo Rei zu machen und anschließend in einem Restaurant die Sonne untergehen zu sehen. Mittlerweile geht die Sonne schon um 19.00 Uhr unter, weshalb wir uns ein wenig beeilen mussten.

Bridge

Mom & Dad

sundown

Peer

Ponto Final

Am Freitag ging es dann wieder zurück nach Deutschland für Mama und Papa. Perfektes Timing, da das schlechte Wetter wieder zurück ist. Es war toll, dass ihr mich besucht habt!

Ich lege es jeden nur ans Herzen dieses wundervolle Land zu bereisen. Wenn ihr die Möglichkeit habt, kommt nach Lissabon und Umgebung! Irgendwie finde ich Portugal wird von uns Deutschen etwas „vernachlässigt“. Vielleicht schreckt das kalte Meer ab (in das ich mittlerweile „ohne Probleme“ rein kann, was ich NIEMALS von mir gedacht habe). Schon mit mehreren Deutschen hier unterhielt ich mich darüber, dass man Portugal nicht auf dem Schirm hat, aber einen wirklichen Grund finden wir nicht. Meinen Eltern ging es genauso und sie waren richtig begeistert und haben sich, genau wie ich, in diese schönen Flecken der Erde verliebt. Im Prinzip war es bei mir auch nicht anders, aber ich kann nun sagen alles richtig gemacht zu haben. Lissabon ist ein Traum. Mein Zuhause auf Zeit.

Roadtrippin‘ mit Ida

Montagmorgen: 7.00 Uhr ‚Le catastrophe‘ beginnt.

Da wir uns am Flughafen von den Autovermietungen nicht abzocken lassen wollten (haha), buchten wir unser Auto über einen deutschen Anbieter. Der Plan war es nun, dass ich Ida am 4. September in Porto am Flughafen abholen, wir dann eine Nacht in Porto verbringen um uns danach auf den Weg in den Süden Portugals zu machen.

Es kam aber anders.

Ich erinnere mich noch dunkel an die Worte des Mitarbeiters „Do you know you have a kilometer limit per day?“ (alles was danach geschah, fand nicht mehr bei vollem Bewusstsein statt. Es sind also nur Erzählungen von Dingen, die in etwas so stattgefunden haben können). Die 800 Fragen, die mir in den Sinn kamen, konnte mir der nette Herr auch nicht wirklich beantworten, weshalb ich erst mal den deutschen Anbieter kontaktierte. Die Situation wurde dadurch leider auch nicht besser, vor allem nicht als er einfing mit mir zu flirten. Aber was war eigentlich das Problem?

Unser gebuchtes Auto hatte eine begrenzte Kilometeranzahl am Tag (60km). Jeder weitere Kilometer kostet 100€ (gefühlt). Wir können in 8 Tagen also 480km fahren.  Die einfache Strecke von Lissabon nach Porto beträgt aber schon 320km. Findet den Fehler. „Momentan lachen wir herzhaft drüber, aber eigentlich würden wir gerne heulen.
Wenn wir wirklich runter an die Algarve wollen wird das 300€ mehr für uns kosten.
Diese Schrottkiste.“
An der Stelle könnte man durchaus denken uns hätte diese Information vorher bewusst sein müssen, aber das war definitiv nicht der Fall. Sowas kommt dann wohl zustande, wenn man über einen Drittanbieter bucht und jeder Anbieter unterschiedliche Konditionen hat, wodurch der Kunde (in dem Fall wir) vollkommen verwirrt wird.

„Renting a car is like a box of chocolate, you never know what you gonna get.“

Gerade wollten wir das Problem mal für den Abend vergessen und haben uns noch mal ins Bett gelegt (Schlaf die Nacht zuvor war eher minimal bei uns beiden) und dann fällt mir ein, dass unsere Up auf einem kostenpflichtig Parkplatz steht, dessen Parkticket bald abläuft 😂. „IDA, DAS AUTO!!!“. Raus aus den Federn, neues Ticket kaufen. Das Ding macht nur Ärger… wir wünschen uns fast schon, dass es abgeschleppt oder geklaut wird. Wir sind ja versichert 😁 Mussten auch nur eine Kaution von 1180€ hinterlegen. Zurück im Bett vergessen wir aber nun wirklich mal die Karre und genießen ab jetzt den Abend im wunderschönen Porto. Traumhaft. Einfach nur geil hier. Morgen machen wir uns dann Gedanken, was wir tun.

Der Morgen danach lief leider etwas anders als geplant. Am Abend vorher haben wir einen Pubcrawl gemacht. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht schreiben.

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IF NOTHING GOES RIGHT, GO LEFT!

Porto ist eine wunderschöne Stadt. Jeder, der noch nicht dort war, sollte Porto definitiv auf seine Must-Visit-Liste hinzufügen. Ich finde sie ist die perfekte Mischung aus Paris, Kopenhagen, Wien und Lissabon. Ich weiß nicht, ob ich die Einzige bin, die diese Assoziationen hat, aber irgendwie wurde ich an gewissen Stellen immer an die genannten Städte erinnert. Super charmanter Mix aus neu und alt und die südländische Kultur an jeder Ecke zu spüren (vor allem im Straßenverkehr – Hilfe). Ein Zebrastreifen in Portugal ist eine Einladung zum Selbstmord. Ist nicht so, dass die Autos anhalten würden. Wenn sie es tun, dann aber auch wirklich nur 10 cm vor dir und rasen vorher mit 100 km/h auf dich zu. Die Portugiesen müssen ihre Bremsen auf jeden Fall häufiger wechseln als die Deutschen!

Nach drei Tagen in Porto haben wir uns dann dazu entschieden den Plan an die Algarve zu fahren über Board zu werfen und stattdessen beschlossen uns schöne Plätze zwischen Porto und Lissabon zu suchen und die restliche Zeit einfach zu genießen. Man kann aus jeder Situation das Beste raus holen und genau das zeigt einem so ein Abenteuer. Nein, es lief nicht alles wie geplant (allerdings muss man an dieser Stelle eher sagen, dass der einzige Plan, den wir hatten, scheiterte), aber man kann trotzdem die schönste Zeit haben.

Gelandet sind wir in Figueira da Foz und haben uns erst mal ein Hostel gesucht. Das hat auch alles geklappt und der Eigentümer war sehr nett und hat uns mehrere  Tipps gegeben. Allgemein waren wir aber ein bisschen enttäuscht wo wir da jetzt gelandet sind. Es war nichts los! Die Tage vorher in Porto waren das Kontrastprogramm. Wir sind dann, vom Hunger getrieben, auf ein sehr süßes Restaurant gestoßen, dass uns den Aufenthalt in Fig.Foz, wie es so schön auf den Schildern abgekürzt wird, versüßt hat. War unser kulinarisches Highlight des Trips. Vor allem der Sangria!

Sangria Salat Pasta

Ein weiteres Highlight kam dann gleich am nächsten Morgen. An dieser Stelle möchte ich noch mal auf „Das Beste aus jeder Situation raus holen“ zusprechen kommen. Auch an den unscheinbarsten Orten kann man eine wundervolle Zeit verbringen und eventuell entpuppt er sich dann doch als Paradies, oder was sagt ihr hierzu?

Genau hier verbrachten wir nämlich den Montag und zwar ganz alleine. Unser eigener, kleiner, geheimer Strand, zu dem wir geklettert sind (mit Flipflops ausgerüstet). Das war auch der Moment als der Urlaub so richtig anfing!
Es war so schön, fast zu schön, um Nachmittags schon weiterzufahren.

Aber der nächste Stopp stand schon fest: Peniche. Ein Surferparadies, das wir uns nicht entgehen lassen wollten. Leider lief das mit dem Hostel finden dieses Mal nicht so super, da Peniche beliebter zu sein scheint als Figueira. Alles voller Surfer, natürlich auch die Hostels. Wir hätten für 110€ in einem Hostel übernachten können, aber da entschieden wir uns dann doch lieber auf unser komfortables Auto zurückzugreifen. Für was haben wir denn unseren Up! Wenn man ihn wirklich braucht, ist es für einen da und so verbrachten wir die nächste Nacht im Auto nur wenige Meter vom Meer entfernt. Man könnte fast von Romantik sprechen, fast.

Glücklicherweise waren wir morgens beim Lidl (ein Hoch auf Deutsche Supermärkte) und haben uns eine Flasche Wein mitgenommen. Diese hatte natürlich KEINEN Drehverschluss. Make-Up Pinsel sei dank, haben wir die Flasche aber doch auf bekommen. Männer fragen sich immer, für was Frau so einen Kram braucht. Hier ist die Antwort!

Saßen dann also beim Sonnenuntergang mit unserem Lidl Wein am Meer und waren irgendwie glücklich, auch wenn es arschkalt war und wir im Auto schlafen mussten. Die Natur ist so wunderschön.

Der Blick aus dem Auto aufs Meer war es fast wert

Um 10 lagen wir dann im Be… Auto und haben es geschafft bis 8 Uhr zu schlafen. Die 10 mal aufwachen zwischendurch lasse ich mal unerwähnt. Alles in allem war es gar nicht so schlimm. Von der Sonne wurden wir nur leider nicht geweckt. Das Wetter war eher bescheiden. Haben uns dann aber den Tag im Restaurant unseres Vertrauens versüßt (haben stolze 3 von 3 Mahlzeiten dort zu uns genommen als wir in Peniche waren, obwohl es total überteuert war und der Kellner dachte wir sind Franzosen und sich große Mühe gegeben hat seine zwei Brocken Französisch auszupacken – haha). Bonjour! Er hat sich aber SO gefreut und wir haben mitgespielt.

Crepe mit Banane


Weiter ging der Roadtrip an der Küste entlang Richtung Sintra. Auch wenn das Wetter nicht so gut war, die Landschaften sind der Hammer. Hin und wieder mussten wir einfach anhalten und es fotografisch festhalten. Leider lässt sich das alles immer sehr schwer mit der Kamera einfangen. Die Weite des Meeres fasziniert mich einfach. Ich könnte stundenlang dasitzen und den Moment genießen.

Sintra ist wirklich eine Märchenstadt. Wir sind aber nur ein wenig rumgelaufen und schnell weiter, da wir heute Nacht mal wieder in einem richtigen Bett schlafen wollten und unser Ziel Cascais war. Hier wollten wir noch gerne zwei Tage entspannen am Strand und dann nach Lissabon.

Diesmal hatten wir auch mehr Glück. Und Glück trifft es hier auf jeden Fall. Es war ein absoluter Glücksgriff. Nachdem beim ersten Hostel, das wir anfuhren, keiner da war, sind wir zum Blue Hostel. Ein Traum und es waren noch schöne und sonnige Tage in Estroil.

Ich habe da eine Würgeschlange in den Händen. Das hat auch für diese Woche die Kategorie „Jede Woche etwas zu tun, was man vorher noch nie getan hat“ bedient.

Bevor wir dann an der Küste zurück nach Lissabon gefahren sind, stoppten wir noch bei Ikea, weil ich einige Dinge für mein Zimmer kaufen wollte. Bei Ikea in Portugal einen Hot Dog zu essen kann ich jetzt auch von meiner To-Do-Liste streichen. Kostet hier übrigens 50 Cent.

Die letzten Tage in Lissabon haben wir dann entspannt genossen und die Woche Revue passieren lassen.

Ein Abend in Bairro Alto mit meiner Mitbewohnerin Theresa und Studienkollegen von ihr. Und natürlich meiner Lieblingsida ❤

Theresa und Ida

Abschließend kann ich nur festhalten mir keine schönere Woche hätte vorstellen zu können. Wir hatten so unglaublich viel Spaß, auch in Situationen in denen wir am liebsten eine Runde geheult hätten. Ida, das ist jetzt eine öffentliche Liebeserklärung an dich. I love you. Danke Bebi für die vielen Lacher, die peinlichen Aktionen, die ausgelassenen Stunden, die aufbauenden Worte, deinen Tatendrang… danke für alles. Bei dir kann ich ich sein.

The tans will fade, but the memories will last forever.