Hello 2016, Hello Lisbon

Hinflug

Ich bin wieder zurück in Lissabon und wurde ungefähr mit dem gleichen Wetter empfangen wie in Deutschland vor drei Wochen: 13 Grad und Regen. Habt ihr euch abgesprochen?

Aber von so ein bisschen Regen lasse ich mich nicht aus der Ruhe bringen. Auch die 45 Minuten Verspätung am Flughafen haben mir gar nichts ausgemacht. Aber dann … erst mal die Metro Karte verloren, die ich kurz vorher mit 35 € (Monatsticket) aufgeladen habe. Kennt ihr das, wenn man schon ein komisches Gefühl im Bauch hat bevor etwas passiert? Ich WUSSTE irgendwie schon, die Karte ist weg, aber wieso sollte sie weg sein, ich hab‘ sie doch in meiner Jackentas… die du in der Metro ausgezogen hast und … mist!

Neues Jahr. Neues Glück.

Die neue Karte habe ich mittlerweile schon, der Spaß hat nur 12 € gekostet und mein Guthaben wurde mir wieder drauf geladen.

In den nächsten Wochen gibt es seeehr viel zutun, da es meine letzten zwei Uniwochen sind. Meine letzten Wochen in Lissabon sind dann zwar vorlesungsfrei, aber eine Präsentation (wer hat es geahnt und deshalb erst den Rückflug am 11.2 gebucht?) steht mir noch bevor. Außerdem kommt meine liebste Franzi am 1.2 für fünf Tage zu Besuch. Ich freu mich auf dich!

Im Moment gibt es also nicht all zu viel aus meinem Leben zu berichten. Trotzdem wollte ich euch allen ein frohes neues Jahr wünschen. Ich hoffe ihr hattet einen grandiosen Start und konntet über die Feiertage und zwischen den Jahren ein wenig Kraft tanken um mit viel Elan ins neue Jahr zu starten. Ich weiß 2016 wird ein wunderbares Jahr!

Eure Lena

lena_silvester15

 

 

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Die Uni geht los

Während meinem Auslandssemester in Lissabon werde ich die Universidade Lusófona de Humanidades e Tecnologias besuchen. Das ist eine der zwei privaten Unis in Lissabon, die momentan ca. 12.500 Studenten besuchen.

Was mir bisher am besten gefällt ist definitiv der Weg zur Uni. Jeden Morgen darf ich durch diesen wunderschönen Park laufen und werde von der Sonne geblendet,
die durch die Palmen scheint.

Wegzuruni

Mittlerweile schaffe ich es sogar pünktlich eine viertel Stunde zu spät zu kommen – Mensch was muss man sich das erst mal abgewöhnen pünktlich zu sein.
Dann sitzt du nämlich erst mal alleine da!

Ich zitiere an dieser Stelle einen meiner Profs
„There is an American Way of Life and there is a Portuguese, believe me.“
(Es gibt einen Amerikanischen Lebensstil und einen Portugiesischen, glaube mir)

Ein paar kurze Beispiele, was man sich darunter vorstellen kann. Zum einen die eben schon angesprochen „Pünktlichkeit“. Laut Studienplan fing einer meiner Kurse um 8.00 Uhr an. Der Dozent kam um 9.15 Uhr.

Im Plan stehen Räume, in dem die Kurse stattfinden. Wenn du jetzt denkst, dass der Kurs auch wirklich in dem Raum stattfindet, hast du dich getäuscht, WEIL beispielsweise zwei Kurse im gleichen Raum stattfinden sollten, wurde der Raum mal eben gewechselt und alle sind verwirrt. Natürlich bin ich neu, aber auch die Studenten hier sind nicht minder verwirrt. Es ist normal, dass man die ersten vier Wochen ein wenig „herumirrt“ und alles vierzig mal umgeschmissen wird. Am besten gewöhnt man sich schnell dran.

Ansonsten ist es das übliche Chaos, mehr dazu werdet ihr definitiv in einem der nächsten Videos zu sehen zu bekommen. Ich hoffe ich komme in einen Video Kurs, damit ich auf diesem Gebiet was lerne und mich entwickle, aber ich gebe mein bestes und hoffe, mein erstes Video hat den meisten gefallen. Wenn nicht: Vielleicht wird das nächste besser, haha. Think positiv.

Was ich genau für Kurse wählen werde ist noch offen, da wir momentan Zeit haben uns verschiedene anzuschauen und dann bis End Oktober endgültig wählen müssen. Die meisten Professoren sind super lieb. Viele fragen auch sofort den Kurs, ob es in Ordnung ist auf Englisch zu wechseln oder machen es einfach. Wenn nicht, dann bekommt man danach alles noch mal auf Englisch erklärt, vor allem die Aufgaben. Auch die Kommilitonen sind aufgeschlossen und hilfsbereit. Dass man wenig Kontakt zu den Portugiesen hat kann ich bisher noch nicht bestätigen. Ich finde es kommt einfach immer darauf an, was man draus macht.

Es sind noch mehr Austauschstudenten im Bereich Design. Zum einen zwei Kommilitonen aus Darmstadt. Das haben wir gegenseitig auch erst vor Ort erfahren, aber ich habe mich sehr gefreut. Zwei aus Österreich, einer aus Ungarn und noch drei (?) aus der Türkei. Ganz schön viele, ich war überrascht. An der ganzen Uni sind es bestimmt noch viel mehr, allerdings bekommen wir das bisher noch nicht so mit da alles strikt in die Studienfächer aufgeteilt ist. Am 13.10 findet eine Begrüßung für die Erasmus Leute statt und ab dem 19.10 gehen auch die Sprachkurse los.

Was ich studiere? Ich weiß es nicht genau, aber ich sollte eine „Kuchen“ backen und anhand dessen eine Methodik Probleme zu Lösung veranschaulichen. Klingt wie ein Selbsthilfekurs, ist es vielleicht auch. Zweiter Band von „Kreativität aushalten“.
Ich halte es ganz gut aus bisher und weiter zu kreativen Höchstleistungen motiviert,
wie man auf dem folgenden Bild sieht.

Nudelholz - not

Wenn man kein Nudelholz Zuhause hat nimmt man eben eine Weinflasche
zum Teig ausrollen! Hat doch jeder von uns schon mal gemacht, oder?
Wer behauptet Alkohol ist keine Lösung: doooooooooch!

Zutat namens Liebe

Cinnamon buns

Zimtschnecken – problem solved

Es gibt sicherlich weiterhin viel, auch in Bezug auf die Uni, zu berichten. Ich freue mich inspiriert zu werden, andere Arbeitsweisen kennenzulernen, andere angehende Designer und vor allem die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu Deutschland herauszufinden. Ich finde das sehr spannend und bin bisher positiv überrascht. Erwartet habe ich allerdings auch nicht viel, ohne das jetzt abwertend klingen lassen zu wollen.

Bis bald,
eure Lena, die mittlerweile definitiv komplett in Lissabon angekommen ist